Indonesiens Hauptstadt Jakarta ist eine der größten Städte der Welt. Seine Bevölkerung beträgt mehr als 10 Millionen Menschen. Der nördliche Teil der Stadt, in dem sich das Verwaltungszentrum befindet, sinkt derzeit mit einer beeindruckenden Geschwindigkeit von 27 Zentimetern pro Jahr.

Jakarta. Quelle: hi-news.com

Natürlich hat die Situation nicht erst jetzt begonnen, sondern schon viel früher. Um die Stadt vor dem Wasser zu schützen, errichtete die Regierung im Jahr 2002 eine Mauer entlang des Ufers. Fünf Jahre später wurde die Mauer jedoch durch eine schwere Überschwemmung teilweise zerstört. Heute leben die Menschen in Jakarta mit der ständigen Gefahr einer weiteren verheerenden Flut.

Überschwemmungen sind seit Hunderten von Jahren das Hauptproblem Jakartas. Die Bedrohung war jedoch nicht so groß wie heute.

Früher war die Stadt durch dichte Mangroven geschützt, die als Barrieren gegen die Gezeiten wirkten. Heutzutage sind die Mangroven jedoch praktisch nicht mehr vorhanden.

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Etwa 40 Prozent der Stadt liegen jetzt unter dem Meeresspiegel. Aufgrund des Klimawandels und der schmelzenden Gletscher steigt der Meeresspiegel jedoch jedes Jahr. All dies führt zu regelmäßigen Überschwemmungen.

Jakarta. Quelle: hi-news.com

Das Meer reicht jetzt fast bis zur Spitze des Deiches. Das Wasser sickert hindurch, so dass die Straßen in Küstennähe immer schlammig und nass sind.

Die nationale Regierung und die Regierungen der Provinzen arbeiten gemeinsam an der Umsetzung eines Plans zum Schutz der Küste Jakartas vor Überschwemmungen.

Der Plan umfasst zwei Phasen. In der ersten Phase soll eine fast 50 km lange Mauer entlang der Küste gebaut werden. Etwa 12 Kilometer dieser Mauer sind bereits gebaut worden. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass die Mauer nur eine vorübergehende Lösung ist.

Die zweite Phase ist der Bau eines riesigen Seedeichs auf dem Schelf der Jakarta-Bucht. Sie wird eine 30 km lange künstliche Insel in Form des Garuda-Vogels (Indonesiens Nationalsymbol) umfassen.

Jakarta. Quelle: hi-news.com

Die Insel soll die Stadt vor Sturmfluten schützen, aber auch Büros und Wohnungen, ein Wasserreservoir, Autobahnen, Eisenbahnstrecken und Erholungseinrichtungen beherbergen.

Kritiker sagen, dass die Riesenmauer den Flusslauf von 13 Flüssen blockieren und die Bucht von Jakarta in ein riesiges Abwasserbecken verwandeln wird. Und da das gesamte Megaprojekt das Problem der Bodensenkungen nicht lösen kann, wird die Stadt letztendlich ohnehin untergehen.

Nach Ansicht einiger Experten sollte sich die Regierung besser auf die Verjüngung der Küstengebiete konzentrieren, indem sie Mangroven pflanzt und die mit Wohnhäusern bebauten Flussufer wiederherstellt.

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Der Bau einer Mauer hingegen ist eine extrem teure, aber ineffiziente Lösung. Die Schätzungen des Budgets für das Projekt reichen von 20 bis 58 Mrd. Dollar.

Solange die Mauer und der Damm nicht gebaut sind, versuchen die Einwohner der Stadt, das Problem selbst in den Griff zu bekommen, indem sie die Straßen und ihre eigenen Höfe aufschütten und mit Schotter und Muscheln auffüllen.

Es sei daran erinnert, dass sich die globale Erwärmung als viel ernster erwiesen hat als bisher angenommen. Dies deutet darauf hin, dass nicht nur Jakarta, sondern auch andere Städte entlang der Küstenzone in naher Zukunft von Überschwemmungen betroffen sein könnten.

Quelle: hi-news.com

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