Nach dem Ausbruch eines umfassenden Krieges in der Ukraine drohen Wladimir Putin sowie viele russische Beamte, Politiker und Propagandisten dem Westen regelmäßig mit dem Einsatz von Atomwaffen, und zwar nicht nur gegen die Ukraine.

Putin glaubt, dass der Status einer Atommacht die Tür zu militärischer Straffreiheit öffnet. Selbst während des Kalten Krieges erlaubte sich die sowjetische Führung nicht die Art von Rhetorik, die der russische Präsident in Bezug auf den möglichen Einsatz von Atomwaffen anwendet.

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Diese Rhetorik Putins ist eher Ausdruck der Verzweiflung darüber, dass Russland in der Ukraine nichts tun kann. Taktische Atomwaffen werden Moskau nicht helfen, die besetzten Gebiete zu verteidigen. Sie haben keine abschreckende Wirkung auf die Ukraine.

Die russischen Truppen in der Ukraine sind so dünn gesät, dass Putin keine andere Wahl hat, als eine "Teilmobilisierung" zu erklären. Trotz der "nuklearen Drohungen" des Kremls zeigt die Ankündigung der Mobilisierung in der Russischen Föderation, dass Putin nicht bereit ist, Atomwaffen in der Ukraine einzusetzen. Noch vor einem Monat wurde die Wahrscheinlichkeit einer Mobilisierung in Russland als geringer eingeschätzt als die Wahrscheinlichkeit eines Atomschlags.

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Welchen Sinn hätte es für Putin, Hunderttausende von Russen in die Ukraine zu schicken, um sie dort abzuschlachten, bevor er einen Atomschlag ausführt!
Dennoch müssen Putins nukleare Drohungen ernst genommen werden, denn vor etwa einem Jahr hätte sich niemand vorstellen können, dass ein echter, schrecklicher Krieg in Europa ausbrechen würde.

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Die USA arbeiten bereits an ihrer Antwort auf den Einsatz von Atomwaffen durch Russland. Es könnte die Zerstörung der russischen Schwarzmeerflotte sein, ein nicht-nuklearer Großangriff auf russische Truppen, sowohl in der Ukraine als auch in Russland, und so weiter. Derartige Szenarien wurden Putin bereits zur Kenntnis gebracht und sollten in erster Linie der Abschreckung vor einem Atomschlag dienen.

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Russland hat bereits diplomatische Kanäle und öffentliche Warnungen auf höchster Ebene, insbesondere von den USA, über die Unzulässigkeit weiterer Drohungen mit dem Einsatz von Atomwaffen und die katastrophalen Folgen für Russland im Falle eines ersten Einsatzes erhalten.

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