Im Elephant Rescue Centre gab es unterschiedliche Reaktionen auf die Freilassung. Mia glaubte noch nicht ganz an das, was geschah, wollte aber dennoch tun, wovon sie seit Jahren träumte.

Mia. Quelle: zen.yandex.com

Die meiste Zeit ihres Lebens war Mia ein Elefant in einem Zirkus. Sie wurde von den Betreuern misshandelt und systematisch gedemütigt und geschlagen.

Um das Tier zu einem Trick zu bewegen, wurde es manchmal ausgehungert oder mit einem Stock geschlagen, wie die zahlreichen Narben am Körper der Elefantenkuh zeigen.

Erst 2015 konnte Wildlife SOS die Freilassung von Mia erreichen. Sie und eine weitere Elefantenkuh, Sita, wurden von ihren Ketten und Fesseln befreit und in ein Wildtierschutzgebiet gebracht, wo sie ein freies Leben genießen konnten.

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Mia und Sita. Quelle: zen.yandex.com

Nach einer Reise von fast 2.000 Kilometern landeten Mia und Sita im Elephant Conservation and Care Centre in Mathura, Indien. Sie sahen beide erschöpft und krank aus. Die Elefanten machten vorsichtig ihre ersten Schritte ohne die Ketten und schmerzhaften Schläge eines Pflegers - zum ersten Mal in ihren 42 Lebensjahren.

Die Schützlinge von Wildlife SOS haben alle unterschiedlich auf ihre Freilassung reagiert. Mia rührte die Freiwilligen zu Tränen, als sie auf dem Boden zusammenbrach und zeigte, dass sie von ihren Gefühlen überwältigt war.

Mia. Quelle: zen.yandex.com

"Wir wissen nicht, wann sie das letzte Mal so etwas tun durfte - einfach auf dem Boden liegen. Offensichtlich wollte sie sich schon lange hinlegen, denn tägliche Ruhe ist für Elefanten sehr wichtig. Aber Zirkustiere mit angeketteten Beinen haben einfach keine  Möglichkeit, sich auf die Seite zu legen", erklärten die Mitarbeiter des Zentrums in den sozialen Medien.

Auch Mia hatte es schwer, sich an Freundlichkeit und Mitgefühl zu gewöhnen. Eine solche Behandlung hatte sie noch nie erlebt, und es war, als ob sie nicht glaubte, dass Menschen gut, nicht aggressiv, nicht grausam sein können.

Glücklicherweise verlief die Anpassungsphase erfolgreich. Mit der Zeit lernte Mia, Hilfe und Unterstützung anzunehmen. Ihr Leben änderte sich dramatisch, auch wenn sie dies nicht sofort zu bemerken schien.

Mia. Quelle: zen.yandex.com

Mia führt jetzt ein glückliches und freies Leben. Die Elefantenkuh hat Kontakt zu anderen Tieren im Reservat aufgenommen und schloss bald Freundschaft mit Rhea, die ebenfalls einst aus einem Zirkus gerettet wurde. Der Glaube, dass Mia noch viele glückliche Jahre erleben wird, wird jeden Tag stärker.

Quelle: zen.yandex.com

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