"Ich wollte immer mehr sehen", sagt der ehemalige Dachdecker und heutige DHL-Mitarbeiter am Leipziger Flughafen Ronnie D. Umso schwieriger ist es für den 51-Jährigen, in einem Raum mit kleinem Fenster eingesperrt zu sein. "Besonders jetzt, wo das Ende naht", stellt er fest.

Ronnie D. Quelle: germania.one

Der 120 Pfund schwere Deutsche neigt nicht zum Jammern oder Übertreiben. In Wirklichkeit ist er dem Tod geweiht.

Ronnie D erfuhr Anfang 2021, dass er an einer unheilbaren Form von Krebs erkrankt ist. "Dann war der Tumor nicht mehr nur auf den Dickdarm beschränkt", sagt der schwerkranke Mann.

Und weil bei dem Mann auch Metastasen im Rückenmark festgestellt wurden, wurde er Ende August an der Wirbelsäule operiert. "Danach waren meine unteren Gliedmaßen gelähmt", erinnert er sich.

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Seitdem verbringt Ronnie D. seine gesamte Zeit in einem Krankenbett im Erdgeschoss seines Hauses in Dammendorf, Sachsen-Anhalt. Seine 63-jährige Frau Sabine, die früher in einem Kindergarten arbeitete, musste in Teilzeit arbeiten, um sich um ihren Mann zu kümmern.

Die Frau möchte mehr tun, als nur für ihren Mann zu kochen und Wäsche zu waschen oder am Telefon zu zeigen, was draußen vor dem Fenster passiert. "Aber im Moment gibt es einfach keine Möglichkeit, mit einem Rollstuhl auszugehen", beklagt sie.

Ronnies Frau Sabine. Quelle: germania.one

Seit sieben Monaten kämpft das Ehepaar um die Genehmigung des Antrags für den Einbau einer Rampe in ihrem Haus. Doch bis zu diesem Zeitpunkt hat das Paar nur neun Ablehnungen erhalten. "Ronnies Krankenkasse scheint auf Zeit zu spielen, offenbar hoffen sie, dass er früher stirbt", sagt Sabine D.

Dass die IKK Gesund Plus einen Antrag auf eine Rollstuhlrampe für 500 Euro nur zögerlich bewilligt, ist auch dem Krebspatienten Ronnie M. suspekt: "Und das, nachdem ich mein ganzes Leben lang treu meine Beiträge gezahlt habe", behauptet der Mann.

Berichten zufolge hat sich die Krankenkasse selbst noch nicht zu diesem Präzedenzfall geäußert.

Quelle: germania.one

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